Navigierbare Inhaltsverzeichnisse

Bei der Digitalisierung eines Dokumentes kann ein navigierbares Inhaltsverzeichnis (Table of Content – TOC) erstellt werden. Es dient dem schnellen Auffinden eines bestimmten Abschnittes oder Inhaltes. Ein solches Inhaltsverzeichnis ist jedoch nicht mit dem häufig vorhandenen Inhaltsverzeichnis der gedruckten Vorlage zu verwechseln.

Struktur und Inhalt eines navigierbaren Inhaltsverzeichnisses (TOC)

Beim Digitalisieren wird das Inhaltsverzeichnis zumeist per Hand, eventuell auch von der OCR-Software angelegt. Es handelt sich dabei generell um eine hierarchische Struktur, d. h. die einzelnen Abschnitte werden jeweils deutlich einander untergeordnet. Hier ein Beispiel:

<div>
  <title>Book Title</title>
  <div>
    <title>Title Chapter I</title>
  </div>
  <div>
    <title>Title Chapter II</title>
    <div>
      <title>Title Section A</title>
      <div>
        <title>Title Subsection a</title>
      </div>
    </div>
  </div>
  <div>
    <title>Title Chapter III</title>
  </div>
</div>

Graphisch wird dies zumeist durch Einrückungen kenntlich gemacht:

Book
  | Chapter I
  | Chapter II
       | Section A
            | Subsection a
  | Chapter III

Strukturbaum entspricht nicht dem gedruckten Inhaltsverzeichnis

Das beim Digitalisieren so erstellte TOC in der Form eines Strukturbaumes darf, wie eingangs erwähnt, nicht mit dem im Buch abgedruckten Inhaltsverzeichnis verwechselt werden: während das TOC vom externen Bearbeiter als absoluter Index erstellt wird, ignoriert das gedruckt vorliegende, das „interne“ Inhaltsverzeichnis i.d.R. den Titel und den Vorspann und zeigt auf den weiteren Inhalt nach einer subjektiven Ordnung.
Das interne Inhaltsverzeichnis selbst ist ein Teil des Buches und damit auch Teil des zu Navigationszwecken angelegten TOC. Dasselbe gilt auch etwa für die Titelseite, die im TOC auftaucht, nicht aber im internen Inhaltsverzeichnis.
Die Angaben eines internen Inhaltsverzeichnisses werden sich also zwar sämtlich im TOC der Digitalisierung widerspiegeln, das TOC erschöpft sicher aber nicht darin. Oftmals finden sich in einem Werk noch weitere, betitelte Unterabschnitte, die im gedruckten Inhaltsverzeichnis nicht aufgeführt sind. Hier gilt es jeweils zu entscheiden, ob solche „Zwischentitel“ in ein elektronisches Inhaltsverzeichnis aufgenommen werden, da sie der besseren Navigation dienlich sind.

TOCs in der Praxis – worauf ist zu achten

Es gibt keine absoluten Regeln für die hierarchische Gliederung eines Digitalisats. Als Faustregel sollte gelten, dass (a) sich im TOC die Gliederung des Buches widerspiegelt und (b) eine gute Orientierung über Inhalte möglich ist.

Wie soll verfahren werden, wenn Teile des Werkes, die im TOC erfasst werden sollen, im Werk selbst keine Überschrift tragen, z. B. ein Grusswort? In diesen Fällen muss nachgeholfen werden, etwa so: [Grusswort]. Die eckigen Klammern sollen anzeigen, dass hier etwas hinzugefügt wurde. Es scheint uns von Vorteil, wenn für Nutzer erkennbar bleibt, welche Beschreibungen im navigierbaren Inhaltsverzeichnis dem Buch entstammen und welche hinzugefügt wurden.

Wie tief oder genau muss der TOC sein? Soll auch das Impressum abgebildet werden? Die Tiefe bzw. Genauigkeit der TOC hängt von mehreren Faktoren ab, darunter besonders die voraussichtliche Nutzung, der erforderliche Zeitaufwand und die verfügbaren Ressourcen. Dies muss von Fall zu Fall abgewogen werden.

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